Über mich
Schon früh entwickelte ich ein ausgeprägtes Interesse an Symbolen, Codes und verborgenen Bedeutungen. Bereits als Kind beschäftigte ich mich daher intensiv mit Hieroglyphen und historischen Chiffren und besuchte mit zehn Jahren eigenständig das Ägyptische Museum in Berlin. Diese frühe Faszination für verschlüsselte Systeme mündete später in einer tiefgehenden Auseinandersetzung mit der Geschichte der Kryptographie, insbesondere mit jenen Chiffriermaschinen des Zweiten Weltkriegs, die – jenseits der vielfach literarisch bearbeiteten Enigma – bis heute kaum erzählt und teilweise als unknackbar gelten.
Aus der langjährigen Suche nach Romanen, die diese wenig beleuchteten Kapitel der Geschichte literarisch erschließen, entstand der Entschluss, selbst zu schreiben. In meinem Debütroman ZANBAR QALAT – Kristall aus Kashgar verbinde ich historische Kryptographie mit gegenwärtigen geopolitischen Konfliktlinien. Der Roman schlägt einen Bogen von der geheimdienstlichen Arbeit des Zweiten Weltkriegs über die Rolle der bislang weitgehend übersehenen WREN’s – jener Frauen, die maßgeblich an der britischen Kryptoarbeit beteiligt waren – bis hin zu aktuellen Fragen von Überwachung, kultureller Identität, künstlicher Intelligenz und digitalen Machtstrukturen.
Ihr Schreiben zeichnet sich durch eine ruhige, präzise Sprache aus, die Spannung aus Recherche, Verdichtung und moralischer Konsequenz entwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei Menschen, deren persönliche Entscheidungen im Spannungsfeld von Geschichte, Technologie und politischer Realität stehen.